joerg.berger/ März 19, 2016/ Studies/ 0Kommentare

Leistungslöhne erzeugen Sprengkraft für die Qualitätsentwicklung von Schulen. Die im März 2016 veröffentlichte Studie mit bedeutenden Experten aus Wirtschaft und Bildung ergab: Nicht das Geld ist entscheidend, sondern die unterstützende und faire Absicht.

Jeder Zürcher Schule steht jährlich eine beachtliche Geldsumme zur Verfügung, die nach eigenem Ermessen an Lehrerinnen und Lehrer verteilt werden muss. Doch lassen sich Lehrer mit einem Geldbonus motivieren? Die Fachwelt beantwortet dies bisher nicht eindeutig. «Wie sind finanzielle Anreize für die Personalentwicklung zu nutzen?» Diese Frage bildet die Ausgangslage der vorliegenden Arbeit.

Zur Untersuchung der komplexen Zusammenhänge stellten sich prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschafts- und Bildungsszene zur Verfügung: Prof. Dr. Margit Osterloh, emeritierte Wirtschaftsprofessorin und Präsidentin der Gleichstellungskammer der Universität Zürich, Jürg Brühlmann, Geschäftsleitungsmitglied des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), Prof. Dr. Rolf Dubs, Professor für Wirtschaftspädagogik und ehemaliger Rektor der Universität St. Gallen und Prof. Dr. Iwan Rickenbacher, Kommunikationsexperte, Verwaltungsrat der Tamedia AG und ehemaliger Direktor des Lehrerseminars Schwyz.

Durch den Einbezug ihres Expertenwissens liessen sich Hinweise finden, wie Schulen mit Leistungslöhnen umzugehen haben. Es zeigte sich, dass Leistungslöhne nur dann Sinn machen, wenn sie der Qualitätsentwicklung einen direkten Nutzen bringen. Eine Voraussetzung sind klare und verständliche Kriterien, die sich an den Zielen der Schule orientieren. «Dazu müssen die Lehrer einbezogen sein», ist die Meinung der Experten. Dann werden Leistungslöhne die Schulentwicklungs-Projekte befeuern. Werden Einzelleistungen hervorgehoben, führt dies sofort zu unerwünschten Nebenwirkungen. Und bisher gut funktionierende Systeme der Mitarbeiterbeurteilung würden kontrollierender wahrgenommen, was wiederum zur Verdrängung von Motivation führt. Lehrerinnen und Lehrer sind auf Fairness und ein gemeinsames Verständnis von Qualitätsansprüchen angewiesen. Nur wenn Leistungslöhne unterstützend und wertschätzend wahrgenommen werden, entwickelt sich für die Schule die gewünschte explosive Kraft.

Erfolgreiche Schulen arbeiten mit Strukturen der Empathie und der Anerkennung. Es ist nicht die Höhe des Leistungslohnes, die entscheidend ist. Viel wichtiger ist seine Einbettung in eine unterstützende und wertschätzende Schulkultur. Diese Arbeit kann als Beitrag dazu verstanden werden.

Boni in der Volksschule

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